SprühGeschichte – Julius Hirsch Memorial Wall

Bereits Ende des Jahres 2019 entstand die Idee an der Unterführung zur 2017 eingeweihten Julius Hirsch Sportanlage ein Graffiti in Erinnerung an Julius Hirsch zu installieren. Das Grundkonzept entwickelten das Kinder- und Jugendhaus Catch Up und das Fanprojekt Fürth. Die Person Julius Hirsch, Spitzname „Juller“, war nicht nur Fußballer, der mit der Spielvereinigung Fürth den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte holte – er war Jude, der im Nationalsozialismus ermordet wurde. All diese Dinge galt es in einem Bild zu berücksichtigen.

Somit bestand die Aufgabe im Projekt darin, dass alle einen gleichen Fundus an Wissen zur Person Julius Hirsch erhalten, damit dieses dann in der gestalterischen Umsetzung einfließen konnte. Für den Vortrag über das Leben von Julius Hirsch, konnten Protagonisten der Fürther Fanszene gewonnen werden, die sich bereist intensiv mit der Geschichte von Julius Hirsch befasst hatten. Ebenso gab es einen theoretischen Input zum Thema Nationalsozialismus und Antisemitismus mit Bezug auf heutige Erscheinungsformen. In den Designworkshop wurden gestalterische Grundlagen zur Entwicklung von Farb- und Kontrastkonzepten von einem lokalen Graffiti Künstler und Mediendesigner erklärt und veranschaulicht. Dann wurde auf diesen Grundlagen ein gestalterisches Konzept erarbeitet. Dieses beinhaltet einerseits Bilder der Lebensstationen von Julius Hirsch, Bezüge zur Graffitikultur und Slogans als Bekenntnis zu Demokratischen Werten.

Am ersten Oktoberwochenende wurde das Konzept in die Tat umgesetzt. Die Message ist klar und deutlich: „Nie wieder Faschismus“. Das Projekt wurde im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ finanziert.