Sinti und Roma haben mit den tiefsitzenden Vorurteilen und Diskriminierungen im Alltag zu kämpfen. Eine Aufarbeitung staatlicher Verfolgung, auch nach 1945, fand bis dato nicht ausreichend statt. Immer wieder taucht der negativ belegte Begriff „Zigeuner“ in den Medien auf und wird gerade von Jugendlichen abwertend und als Schimpfwort verwendet.
Zusätzlich befeuert wird der Antiziganismus aktuell durch die Flüchtlingsdebatte. Die Zuwanderung aus Südosteuropa macht die Kulturnation zum Sündenbock Europas.
Der Film „Ich bin nicht unberührbar“ zeigt das Schicksal und die Vorurteile, welche jungen Sinti und Roma entgegengebracht und in den Medien reproduziert werden. Er zeigt aber auch wie ihr tatsächliches Leben aussieht, wie sich das Selbstbild vom Fremdbild unterscheidet und wie die Menschen mit diesen Erfahrungen umgehen.
In der anschließenden Podiumsdiskussion wollen wir uns mit folgenden Fragen beschäftigen:
Inwieweit stimmen Selbst- und Fremdwahrnehmung überein?
Wie lassen sich stereotypisierte Vorurteile und Diskriminierungen von Roma, Sinti und anderen Gruppen abbauen?
Wie ist der Umgang mit Flüchtlingen? Welche Folgen hat das für Menschen aus sogenannten „sicheren Herkunftsländern“?
Geladen sind:
Erich Schneeberger, Vorsitzenden des Verbands Deutscher Sinti und Roma – Landesverband Bayern (Nürnberg)
Roswitha Scholz, Soziologin und Philosophin (Nürnberg)
Ronny Blaschke, freier Journalist (Berlin)
Markus End, Politologe, Antiziganismusforscher TU Berlin (Berlin
Mit freundlicher Unterstützung von



