Kinderkulturkarawane – Rainbow House of Hope

Von Unterschieden und Gemeinsamkeiten

Drei Tage lang war die Gruppe der Kinderkulturkarawane des Rainbow House of Hope aus Kampala (Uganda) zu Gast im Kinder- und Jugendhaus Catch Up.

Über 100 SchülerInnen der fürther Schulen kamen am Dienstag, den 9. Juli zur Theatervorführung der ugandischen Jugendgruppe. In ihrem Theaterstück „Mirembe – die Dorfschönheit“ erzählten sieben Jugendliche aus Uganda die Geschichte eines Mädchens, das gegen seinen Willen verheiratet werden sollte. Es handelte sich um ein Stück über Selbstbestimmung, das bereits in den Dörfern Ihrer Heimat für Diskussionen sorgte. Denn nach wie vor sind Mädchen und Frauen in Uganda am stärksten von Armut und Fremdbestimmung betroffen.

Auch der darauffolgende  Workshop stieß auf große Resonanz. Gemeinsam studierten die Jugendlichen einen traditionellen Tanz mit Trommelbegleitung ein. Trotz englischer Sprache waren Verständigungsschwierigkeiten kein Thema. Die jungen Afrikaner zwischen 12 und 18 Jahren bauten eine Brücke zur Verständigung, durch ihre Präsenz  und Offenheit.

Diese war auch in der Freizeitgestaltung fester Bestandteil des Miteinanders. Es wurde gemeinsam gespielt, gekocht und gegessen und viel gelacht.

Die Begegnung auf Augenhöhe trotz sprachlicher und kultureller Unterschiede war erklärtes Ziel des Besuches. Nur so sei es möglich positive Erfahrungen zu sammeln und Ressentiments gegenüber fremden Kulturen entgegen zu wirken. Begegnungen dieser Art wirkten bei den Jugendlichen lange nach.  Gerade durch die Vernetzung über soziale Netzwerke sei ein lang anhaltender Kontakt schnell und unkompliziert möglich. Schon vergangene Projekte dieser Art hätten gezeigt, dass Jugendliche auch noch nach Jahren miteinander in Kontakt stünden, so die Mitarbeiter des Jugendhauses.