Politik

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NSU, freie Kameradschaften, Rassismus, nationaler Sozialismus,… Wörter die sich automatisch auftun, sobald man sich auch nur im Ansatz mit dem Thema Rechtsradikalismus befasst.

Scheint dieses Thema doch immer so fern in der Vergangenheit seinen Ursprung zu haben, reichen Taten und Übergriffe bis in unsere heutige Zeit hinein. Nicht erst seit PEGIDA und Co. werden  wieder Schlagworte hervorgeholt, die an Parolen der Nazis in der Zeit bis 1945 erinnern.
Opfer rechts motivierter Übergriffe gibt es nicht erst seit dem Aufkommen der Flüchtlingsdebatte in den vergangenen zwei Jahren. Die Graphic Novel „Drei Steine“ geht zurück in die achtziger Jahre und erzählt biographisch aus der Perspektive des Autors Nils Oskamp, was es bedeutet ins Visier organisierter und gewalttätiger Nazis zu geraten.

Mit der Lesung wollen wir junge Menschen dazu einladen, sich mit dem Thema aus der Perspektive des Opfers auseinanderzusetzen. Der Autor Nils Oskamp wird persönlich vor Ort sein und seine Graphic Novel visuell und untermalt mit Musik präsentieren.
Nach der ca. 60 minütigen Lesung, wird es möglich sein, mit dem Autor persönlich ins Gespräch zu kommen. Hier können die Jugendlichen erfahren, wie man als Opfer rechtsextremer Gewalt vorgehen und professionelle Unterstützung erhalten  kann.


WANN und WO:  8. und 9. November 2016, 11:000 Uhr/BIKUL Lindenhain, Kapellenstraße 47, 90762 Fürth

WER: alle Jahrgangsstufen ab der 8. Klasse

WAS: 60-minütige Lesung, unterstützt durch Bilder und Audioeffekte. Rechtsradikalismus und seine Auswüchse werden offen aus der Sicht eines Betroffenen erzählt. Im Anschluss können die Schüler*innen Fragen an den Autor stellen.

Infos und Unterrichtsmaterial unter:  http://dreisteine.com/de/begleitmaterial.html
Es wird für jede Klasse ein Exemplar „Drei Steine“ als Schulbuchausgabe kostenlos zur Verfügung gestellt.  Mehr Exemplare können über die Amadeu-Antonio-Stiftung bestellt werden.

 

Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit gefördert und ist deswegen für Schulklassen kostenfrei.

Eine Veranstaltung von:

Fanprojekt Fürth, Kinder- und Jugendhaus CATCH UP, Stradevia 907, Infoladen Benario, jüdisches Museum Franken

Lustig ist das Zigeunerleben?!

Document-page-001Sinti und Roma haben mit den tiefsitzenden Vorurteilen und Diskriminierungen im Alltag zu kämpfen. Eine Aufarbeitung staatlicher Verfolgung, auch nach 1945,  fand bis dato nicht ausreichend statt. Immer wieder taucht der negativ belegte Begriff „Zigeuner“ in den Medien auf und wird gerade von Jugendlichen abwertend und als Schimpfwort verwendet.

Zusätzlich befeuert wird der Antiziganismus aktuell durch die Flüchtlingsdebatte. Die Zuwanderung aus Südosteuropa macht die Kulturnation zum Sündenbock Europas.

Der Film „Ich bin nicht unberührbar“ zeigt das Schicksal und die Vorurteile, welche jungen Sinti und Roma entgegengebracht und in den Medien reproduziert werden. Er zeigt aber auch wie ihr tatsächliches Leben aussieht, wie sich das Selbstbild vom Fremdbild unterscheidet und wie die Menschen mit diesen Erfahrungen umgehen.

In der anschließenden Podiumsdiskussion wollen wir uns mit folgenden Fragen beschäftigen:

Inwieweit stimmen Selbst- und Fremdwahrnehmung überein?

Wie lassen sich stereotypisierte Vorurteile und Diskriminierungen von Roma, Sinti und anderen Gruppen abbauen?

Wie ist der Umgang mit Flüchtlingen? Welche Folgen hat das für Menschen aus sogenannten „sicheren Herkunftsländern“?

Geladen sind:

Erich Schneeberger, Vorsitzenden des Verbands Deutscher Sinti und Roma – Landesverband Bayern (Nürnberg)

Roswitha Scholz, Soziologin und Philosophin (Nürnberg)

Ronny Blaschke, freier Journalist (Berlin)

Markus End, Politologe, Antiziganismusforscher TU Berlin (Berlin

Mit freundlicher Unterstützung von

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Voll schwul!

PlakatHomosexualität ist und bleibt ein Thema in unserer Gesellschaft. Immer wieder stößt dabei die Diskussion über Gleichstellung an die Grenzen der Toleranz. Trotz Antidiskriminierungsgesetzen sind homosexuell lebende Menschen Benachteiligungen und Anfeindungen ausgesetzt.

Der Film „Ich muss dir was sagen“ zeigt junge Homosexuelle, die sich häufig unter großen

Mühen etwas erkämpfen müssen, was doch so selbstverständlich sein sollte: einen Platz für

ihre Liebe mitten im Alltag; zählt die Erfahrung das erste Mal verliebt zu sein doch zu den schönsten und prägendsten Erlebnissen.

In der anschließenden Podiumsdiskussion wollen wir uns mit folgenden Fragen beschäftigen:

Welche Unterschiede gibt es in der Lebenswelt zwischen Homosexuellen und Heterosexuellen?

Welche Grenzen hat die gesetzliche Gleichstellung?

Warum müssen sich Schwule und Lesben in unserer Gesellschaft immer noch mit Anfeindungen auseinandersetzen?

Geladen sind:

–       Christine Burmann, Bundesgeschäftsführerin des LSBT-Jugendnetzwerks (Nürnberg)

–       Michael Glas, Geschäftsführer Fliederlich e.V. (Nürnberg),nur Mittwoch

–       Imke Leicht, M. A. Human Rights, Universität Erlangen-Nürnberg

–       Jan Tölva, freier Journalist und Soziologe, Fußballfans gegen Homophobie (Berlin)

–       Jörg Völlger, Sozial-/Sexualpädagoge, ProFamilia (Nürnberg),nur Dienstag

Des Nazis neue Kleider

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11. & 12. März 2014

Das Auftreten der Rechtsextremen unterliegt seit mehreren Jahren einem stetigen Wandel. Eine Vielfalt von Erscheinungsformen prägt das Bild der Szene. Vom Schlipsträger bis zum schicken subkulturellen Jugendlichen, von vordergründig unpolitisch bis radikal militant bieten Parteien und Kameradschaften viele Anknüpfpunkte für Jugendliche.Der Film „Das braune Chamäleon“ taucht ein in die rechtsextreme Szene. Beleuchtet werden unterschiedliche Ausprägungen am rechten Rand, wie z.B. „Pro-NRW“ und “ Autonome Nationalisten“, sowie Aussteiger, die über ihre Erfahrungen sprechen.

In der anschließenden Podiumsdiskussion wollen wiruns mit folgenden Fragen beschäftigen: Wie kann örtlichen, oftmals auch bürgerlich anmutenden Nazistrukturen begegnet werden? Wie lassen sich solche Bestrebungen enttarnen? Welche Perspektiven können zur Stärkung einer vielfältigen Gesellschaft entwickelt werden?

Geladen sind:

Gerd Dembowski, Sozialwissenschaftler und Fan-Forscher, Universität Hannover

Elisabeth Reichert, Referentin für Soziales,Jugend und Kultur (Dienstag)

Jutta Küppers, Abteilung Jugendarbeit Fürth (Mittwoch)

Timo Müller, Journalist, Fürth

Daniela F. Eisenstein, Museumsleitung Jüdisches Museum Franken (Mittwoch)

Robert Andreasch, Sozialwissenschaftler, Journalist und NSU-Prozessbeobachter, München

Echt Fürth!

Im Rahmen des Projektes „echt Fürth“ ist das Kinder- und Jugendhaus Catch Up Anlaufstelle für das Modul „echt Geld“.

In diesem Rahmen ist es Jugendlichen möglich eigene gemeinnützige Projekte zu planen und finanzielle Unterstützung bis zu 500,- € zu erhalten.

Echt Fürth Logo

Bei Bedarf erhalten die AntragstellerInnen ein Coaching für die Organisation und Durchführung ihrer Projekte.

Nähere Informationen zu echt Geld gibt es unter http://echt-fuerth.de/echt-geld/

Echt Fürth ist ein Partizipationsprojekt, dass es Kindern und Jugendlichen ermöglicht politische Forderungen zu stellen und diese mit der kommunalen Politik in einen Austausch zu bringen.

Das Projekt wird gefördert durch den „Innovationsfonds“ des Bundesfamilienministeriums und ist eine Initiative des Stadtjugendrings Fürth.

Nähere Infos zu „echt Fürth“ unter http://echt-fuerth.de/

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Sarrazins Kinder

Vielfalt_Fuerth_Logo_200x74Vom 20. bis zum 26. Juni fahren wir Jugendlichen vom Jugendhaus CatchUp eine Woche lang nach Berlin. Hintergrund ist das Förderprojekt „Vielfalt tut gut!“ der Stadt Fürth, welches das Projekt mit Fördergeldern unterstützt. Unser Projekt trägt den Titel „Sarrazins Kinder – Eine Reise in die Hauptstadt meiner Heimat“.

Ziel ist es ausländisch stämmigen Jugendlichen die Möglichkeit zu geben unsere Hauptstadt besser kennen zu lernen. Wir sind insgesamt sieben Jugendliche verschiedener Nationalitäten (Türkei, Russland, Rumänien, etc.), so wie die zwei MitarbeiterInnen vom Catch Up Swantje Schindehütte (Dipl. Soz.-Päd. FH) und Christjan Böncker (staatlich anerkannter Erzieher). 2 der teilnehmenden Jugendlichen sind aktiv im Begleitausschuss.

Berlin 226

Wir werden die Woche über Berlin besichtigen, verschiedene Sehenswürdigkeiten wie den Alexanderplatz, das Brandenburger Tor, Checkpoint Charlie. Auch kulturelle Programmpunkte wie den deutschen Bundestag oder die Bundeszentrale für politische Bildung zu besuchen und uns dort einen Vortrag zum Thema „Migration und Integration“ anzuhören, stehen auf dem Programm.

Es wird täglich ein Reisetagebuch in Blog- und Videoform erstellt. Das komplette Projekt wird von uns Jugendlichen von Grund auf selbst gestaltet.  Dazu treffen wir uns zu wöchentlichen Planungstreffen im Kinder- und Jugendhaus Catch Up, in denen wir die einzelnen Programmpunkte aussuchen und organisieren.

Tagebuch Berlinfahrt

Tag 1 (PDF)

Tag 2 (PDF)

Tag 3 (PDF)

Tag 4 (PDF)

Tag 5 (PDF)

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